Weingut

Unsere Geschichte: Eine Reise aus Leidenschaft zum Wein

Das sind wir: Unsere Familie. Unser Fundament.

Richard Weihbrecht

(In ehrendem Gedenken)

Jedes große Kapitel beginnt mit jemandem, der mutig genug ist, den ersten Schritt zu gehen. Für unser Weingut war dieser Jemand Richard. Als Visionär und Gründer hat er 1980 den Grundstein für das gelegt, was wir heute sind. Er war es, der den Mut hatte, die sicheren Pfade der Landwirtschaft zu verlassen, um sich voll und ganz seiner wahren Berufung, dem Weinbau, zu widmen. Seine Leidenschaft, seine Weitsicht und sein unerschütterlicher Glaube an die Qualität prägen unsere Arbeit bis heute. Richard fehlt uns als Vater, Ehemann und Winzer ungemein, doch in jedem unserer Weine und in unserer Philosophie lebt seine Vision weiter.

Regina Weihbrecht

Seniorchefin & Gründerin: Wenn man Leidenschaft und Herzblut für den Wein in einer Person zusammenfassen möchte, trifft man unweigerlich auf Regina. Als Gründerin hat sie das Weingut von Tag eins an mit aufgebaut und geprägt. Ihr Wissensdurst und ihre Begeisterung für das Thema Wein ziehen sich wie ein roter Faden durch ihren Lebenslauf: Von der gelernten Bürokauffrau über die Zusatzqualifikation in der Agrarinformatik bis hin zur Ausbildung als zertifizierte Weinerlebnisführerin. Als engagiertes Mitglied bei Vinissima – Frauen und Wein e.V. setzt sie sich zudem aktiv für das Netzwerk von Frauen in der Weinbranche ein. Und wenn sie nicht gerade ihre Gäste mit ihrer herzlichen Art begeistert, greift sie zur Feder: Als Autorin hat sie mit „Tod im Himmelreich“ sogar ihren eigenen regionalen Wein-Krimi geschrieben.

Lena Weihbrecht

Weingutchefin Lena bringt die weite Welt und echte Gastfreundschaft in unser kleines Familienweingut. Nach ihrer Zeit als Weinprinzessin, in der sie unsere Region repräsentierte, zog es sie für 18 Monate zum Work & Travel nach Kanada – eine Erfahrung, die ihren offenen, internationalen Blick geschärft hat. Mit ihrer Ausbildung zur Industriekauffrau, einem Studium im Food & Beverage Management und gezielten Fortbildungen beim DEHOGA hat sie sich ein breites, professionelles Fundament aufgebaut. Heute laufen bei Lena unzählige Fäden zusammen: Sie ist das organisatorische Herzstück für unser „Wein & Bett“-Gästehaus, leitet souverän Events und Tagungen, managt den Personalbereich, hält unsere Social-Media-Kanäle lebendig und sorgt dafür, dass aus der Besenküche immer das Beste auf den Tisch kommt.

Simon Weihbrecht

Weingutchef Simon ist der Mann für das Wesentliche – die Reben, den Keller und die kompromisslose Qualität unserer Bio-Weine. Sein Handwerk hat er von der Pike auf gelernt. Nach seiner Winzerausbildung, die ihn durch renommierte Betriebe wie das Weingut des Fürsten zu Hohenlohe, das Weingut Ellwanger und das Staatsweingut Weinsberg führte, sammelte er wertvolle internationale Erfahrungen. Bei einem Praktikum auf dem neuseeländischen Weingut Seifried lernte er völlig neue Perspektiven des Weinbaus kennen. Sein anschließendes Studium der Weinbautechnologie lieferte den wissenschaftlichen Feinschliff. Heute bringt er dieses geballte Wissen in unsere Fässer und Flaschen und arbeitet jeden Tag mit dem bescheidenen, aber klaren Anspruch: Einfach großartige, charakterstarke Weine zu machen.

Unsere Philosophie: Zeit, Handwerk und die Identität des Jahrgangs

Die Entstehung eines großen Weins beginnt für unseren Winzer und Kellermeister Simon Weihbrecht lange bevor die ersten Trauben gelesen werden. Es ist das Zusammenspiel aus kompromissloser ökologischer Arbeit im Weinberg, der bewussten Rücknahme im Keller und einem guten Gespür für die Natur.

Ein großer Wein muss reifen können. Am Anfang darf er ruhig Ecken und Kanten haben, die mit der Zeit weicher werden. Das Wichtigste ist: Egal ob jung oder gereift, er muss spannend bleiben. Jeder Schluck soll dazu einladen, ein neues Aroma zu entdecken.

- Simon Weihbrecht

Der Weinberg: Ein lebendiges Ökosystem

Für uns war die vollständige Umstellung auf den ökologischen Weinbau kein plötzlicher Trend, sondern die absolut logische Konsequenz unserer bisherigen Arbeit. Schon früh haben wir auf herbizidfreie Bewirtschaftung gesetzt und schnell gemerkt, welch immense, positive Auswirkungen dies auf die Gesundheit unserer Reben hat. Simon arbeitet jeden Tag mit einem klaren Ziel: bestmögliche Traubenqualität. Doch das Fundament dafür ist ein gesunder, lebendiger Boden. Durch gezielte, tiefwurzelnde Begrünungen schaffen wir einen natürlichen Lebensraum. Die immense Artenvielfalt an Insekten und Nützlingen, die sich dadurch in unseren Weinbergen ansiedelt, ist unser bester und natürlichster Partner, um die Trauben gesund und widerstandsfähig zu halten.

Im Keller: Handwerk mit Fingerspitzengefühl

Wenn die Natur im Weinberg die Vorarbeit geleistet hat, lautet Simons Credo im Weinkeller: So wenig wie möglich, so viel wie nötig. Anstatt den Wein durch starke Eingriffe in eine feste Form zu pressen, setzt er auf schonenden Ausbau und ständige, wachsame Kontrolle. Das erfordert Geduld und Gelassenheit. Wer den Gärprozess genau im Blick behält und kerngesundes Lesegut verarbeitet, kann auf Zusätze weitestgehend oder sogar komplett verzichten. Die wichtigste Zutat für unsere Weine steht auf keiner Zutatenliste: Es ist die Zeit. Nur mit ausreichend Zeit kann sich der Wein entwickeln und die herausragende Qualität aus dem Weinberg ungetrübt in die Flasche transportieren.

Heimat & Weitblick: Unser Württemberger Terroir

Simons Lehrjahre führten ihn von renommierten Spitzenweingütern bis nach Neuseeland. Diese internationalen Eindrücke verbindet er heute meisterhaft mit unserer regionalen Tradition. Unser einzigartiges Terroir, geprägt von den markanten Gipskeuperböden unserer Region, bietet die perfekte Bühne für traditionelle Rebsorten. Gleichzeitig blicken wir über den Tellerrand: Mit internationalen Klassikern wie Merlot und Cabernet Franc erweitern wir unser Portfolio und kreieren ungemein intensive, spannende Cuvées – wenn beispielsweise unser heimischer Lemberger auf einen kräftigen Merlot trifft.

Das Ziel im Glas: Unverfälschter Charakter

Wenn Sie einen neuen Weihbrecht-Wein blind verkosten, sollen Sie ihn an seiner Intensität erkennen – an einem Aroma, das sich vom ersten Eindruck bis an den Gaumen kraftvoll und durchweg präzise durchzieht. Für Simon steht das harmonische Zusammenspiel von Säure und Süße im Mittelpunkt, allerdings ohne künstliche Nachhilfe: Wir bauen jeden Jahrgang exakt so aus, wie die Natur ihn uns schenkt, ohne den Säuregehalt chemisch zu beeinflussen. Unser Ziel ist kein gemachter, sondern ein gewachsener Wein – authentisch, ehrlich und mit einer unverkennbaren Handschrift.

Unsere Herkunft: Verwurzelt im Gipskeuper

Auf 7 ha Rebfläche in den Lagen Himmelreich, Goldberg und Schneckenhof schlägt das Herz unseres Weinguts. Hier wachsen unsere Reben auf markanten Keuperformationen, vorrangig dem Gipskeuper. Dieser mineralische Boden bietet eine optimale Wasser- und Nährstoffversorgung und verleiht unseren Weinen ihre unverwechselbare, regionale Charakteristik.

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